Kontext

Der European e-Competence Framework (e-CF) ist Ergebnis eines seit zehn Jahren währenden Engagements von IKT-Branchenakteuren und Organisationen unterschiedlichster Perspektiven.

Zur e-CF Entwicklung, Aktualisierung und praktischen Anwendungsbegleitung haben viele IKT- und Personalentwicklungsexperten europaweit beigetragen. Die Arbeiten fanden im Kontext des CEN Workshop on ICT Skills statt.

Der Weg zum europäschen Standard

Der e-CF 3.0 wurde vom CEN ICT Skills Workshop im Jahr 2014 als CEN Workshop Agreement (CWA) 16234 veröffentlicht. Nach Befragung der CEN Mitgliedsländer wurde der e-CF 3.0 in einen europäischen Standard überführt und im Jahr 2016 offiziell als die Europäische Norm (EN) 16234 veröffentlicht.

Entsprechend der CEN Regeln wurde für die e-CF Standardentwicklung und künftige Aktualisierungen ein neues Arbeitsumfeld geschaffen, das CEN Technical Committee “Digital competences and ICT Professionalism” (CEN/TC 428).

Diesem auf europäischer Ebene arbeitenden TC des CEN ist in Deutschland beim DIN das nationale Spiegelgremium “Kompetenzen in der IKT-Branche” angeschlossen.

In Struktur und Inhalt identisch mit dem ursprünglichen e-CF 3.0 CWA, bietet das neue EN Format großes Potenzial für die weitere Verbreitung und Verwendung des Rahmenwerks europaweit.

e-CF Entwicklungsgeschichte

Auf Vorschlag des europäischen e-Skills Forums kamen im Jahr 2005 die Mitglieder des „ICT Skills” Workshops überein, dass nationale ITK-Branchenakteure und auch Vertreter europäischer ITK- Unternehmen – sowohl Personalentwickler als auch ITK-Fachleute – die Entwicklung eines europäischen e-Competence Framework ins Auge fassen sollten.

Ermutigt und begleitet durch die Europäische Kommission kamen ITK-Rahmenwerk-Akteure aus Frankreichs Gesellschaft für große ITK-Unternehmen CIGREF, der SFIA-Verband e-Skills Sektor UK und das deutsche IT Weiterbildungssystem APO-IT, getragen durch die Sozialpartner IG Metall und BITKOM zusammen und trafen sich mit Vertretern großer europäischer Unternehmen (Airbus, Michelin) und der Stiftung für angewandte Forschung Fondazione Politecnico di Milano zu einem kick-off im Jahr 2006, um die Intention in die Praxis umzusetzen.

Während weiterer intensiver Gespräche wurde ein Programm entworfen hin zu einem europäischen e-Competence Framework unter dem Dach des CEN Workshops „ICT Skills”. Diese Bemühungen wurden im September 2007 in der Mitteilung der Europäischen Kommission zu „e-Skills für das 21. Jahrhundert: Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung“ und durch Ratsbeschluss zur Wettbewerbsfähigkeit im November 2007 begrüßt und gewürdigt.

Eine gemeinsames Werk von Industrie, Bildung, Forschung und Politik

Für das Erreichen einer europäischen Vereinbarung und brauchbarer Ergebnisse war entscheidend, dass sich europaweit weitere ITK-Branchenakteure und Interessenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Bildung in die Entwicklung des Rahmenwerks, seiner Strategie und Philosophie einbrachten. Während es auf politischer Ebene wichtig war, die größere Multi-Stakeholder-Gemeinde der europäischen ITK-Branche einzubeziehen, fokussierte sich die Arbeit der Experten auf Personalentwicklung und das Know-how von IT Management in der europäischen ITK-Industrie.

Version 1.0 des European e-Competence Framework wurde im Jahr 2008 veröffentlicht, als Ergebnis zweijähriger Expertenarbeit von e-Skills Multi-Stakeholdern, ITK-Experten und Personalentwicklern unterschiedlicher Organisationsebenen (CWA 15893-1 und CWA 15893-2).

Der European e-Competence Framework Version 2.0 wurde im Jahr 2010 veröffentlicht, in dem nun die Dimension 4 komplett entwickelt worden ist und begleitet wird mit einem Update des Anwender-Leitfadens und einer neu bereitgestellten Dokumentation über die Methodenauswahl. Dargestellt in den CWA 16234-1, -2 und -3 baut die zweite Version des Rahmens auf e-CF Version 1.0 auf und berücksichtigt die ersten e-CF Anwendungserfahrungen und die Resonanz von ITK Interessenvertretern aus ganz Europa. Ein einfach zu bedienendes Online-Tool wurde veröffentlicht, um die Navigation durch das Rahmenwerk und anwenderspezifische Profilerstellung in englischer Sprache zu unterstützen.

Von e-CF Version 2.0 zu Version 3.0

Der European e-Competence Framework Version 3.0, dargestellt in diesem CWA Dokument, ist das Ergebnis des im Rahmen des CEN ICT Skills Workshop erarbeiteten Projekts „e-CF support and maintenance – towards e-CF version 3.0” (2012-2013). Version 1.0 richtete sich auf die Entwicklung der Dimensionen 1, 2 und 3, während in Version 2.0 alle 4 Dimensionen komplett bereit gestellt werden. Die Projektaktivitäten in Version 3.0 führten den e-CF in eine allgemeine Reifephase, dabei wurden die zugrunde gelegten Prinzipien, Inhalte sowie die Akzeptanz in der Praxis und die Anwendung bei Stakeholdern, die den Rahmen einsetzen, überprüft.

Die Einzelheiten zum jüngsten Update des e-CF zu Version 3.0 finden Sie hier.

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