Methodik

Grundlegende methodische Entscheidungen

Alle im Prozess eingebundenen Experten und Akteure sind sich bewusst, dass intelligente Verbindungen zu anderen existierenden Konzepten und Werkzeugen auf nationaler wie internationaler Ebene sehr wichtig sind, um eine breite Aktzeptanz und Anwendung des e-Competence Framework zu erreichen.

Die methodische Phase der Rahmenentwicklung hat dies berücksichtigt. Die wichtigsten methodischen Entscheidungen und dem Framework zugrunde liegenden Konzepte sind im Nachfolgenden erklärt.

Weitere Einzelheiten sind in den folgenden Publikationen zu finden:

“Building the e-CF – a combination of sound methodology and expert contribution” (e-CF 3.0 CWA Part 3) – download

“Towards a European e-Competence Framework - a guideline for its development” (experts publication 2007) – download

“Towards a European e-Competence Framework” (Interim report to CEN and European Commission, October 2007) – download

Die Methode in der Übersicht

Ein europäisches Kompetenzverständnis

Als ersten grundlegenden Schritt einigten sich die Experten auf ein gemeinsames Verständnis von Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen auf europäischem Level.

  • Unter Berücksichtigung der Definition von Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen im EQR definierten die Experten Kompetenz ale “erwiesene Fähigkeit, Wissen, Fertigkeiten und Verhaltensweisen anzuwenden, um damit beobachtbare Ergebnisse zu erzielen”. Folgerichtig integrieren die Kompetenzbeschreibungen Wissen, Fertigkeiten und Verhaltensweisen.
  • Fertigkeit bedeutet die „Fähigkeit, Aufgaben auf technischer oder leitender Ebene auszuführen.” Management- und technische Fähigkeiten sind Bausteine der Kompetenzen und liefern einige Grundfähigkeiten, die eine Kompetenz bilden.
  • Verhaltensweise meint in diesem Kontext die „kognitive und beziehungsstiftende Fähigkeit” (z.B. Analyse- und Synthesefähigkeit, Flexibilität, Pragmatismus …). Sind Fähigkeiten und Wissen die Bausteine, so ist Verhalten der Kitt, der sie zusammenhält.
  • Wissen repräsentiert das „Gewusst-was” (z.B. Programmiersprachen, Design Tools …) und kann operational beschrieben werden.

Die Struktur des e-CF

Der European e-Competence Framework ist in vier Dimensionen aufgebaut.

 Dimension 1 5 e-Kompetenzfelder, abgeleitet aus den ITK-Geschäftsprozessen: PLAN – BUILD – RUN – ENABLE – MANAGE
 Dimension 2 Wesentliche Referenzkompetenzen für jedes Feld, mit einer allgemeinen, niveauunabhängigen Beschreibung für jede Kompetenz. 40 identifizierte Kompetenzen insgesamt stellt der Rahmen mit europäisch generischen Referenzdefinitionen zur Verfügung.
 Dimension 3 Niveaustufen für jede e-Kompetenz liefern europäische Referenz-Niveau-Spezifikationen auf den e-Kompetenz Niveaus e-1  bis e-5.
 Dimension 4 Beispiele von Wissen und Fähigkeiten im Zusammenhang mit e-Kompetenzen dienen als optionale e-CF Komponenten zur Inspiration. Sie erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

 

5 e-Kompetenzbereiche zur Benennung und Strukturierung von Kompetenzen

Der e-Competence Framework basiert auf 5 Kompetenzbereichen und aktuell 40 Kompetenzen. Die e-Kompetenzfelder, mit jeweils einer Anzahl von Kompetenzen, die nach bestimmten Kriterien geclustert wurden, stellen die wesentlichen Bausteine des des e-CF dar. Sie dienen als Orientierungshilfe, um die Kompetenzen zu bestimmen, zu beschreiben und zu situieren.  Zur Benennung der e-Kompetenzbereiche und Bestimmung von Kompetenzen für jeden Bereich orientierten sich die Experten an zwei Achsen:

  • IKT-Geschäfts- und Arbeitsprozess, um e-Kompetenzbereiche zu bestimmen und in jedem Bereich entsprechende Kompetenzen zu entwickeln (plan, build, run, enable, manage und entsprechende Unterprozesse, conceiving, testing, maintaining, supplying, improving)
  • IKT-Wissensgebiete (z.B. Mikroelektronik, Netzwerk, Systemintegration) unterstützten die Entwicklung von Kernkompetenzen für jeden Bereich.

5 e-Kompetenzniveaus in Verbindung zu den EQR Levels 3-8

Die Empfehlung des CWA 15515, den e-CF in eine möglichst enge Beziehung zum EQR zu setzen, wurde befolgt, um von Beginn an maximale Konsistenz zwischen zwei Schlüsselinstrumenten auf EU Ebene zu erzielen.  Da ein arbeitsplatzorientierter Kompetenzrahmen jedoch Deskriptoren benötigt, die erwiesene IKT-Fach- und Führungskompetenz sum Ausdruck bringen (nicht Qualifikationsinhalte), ist es nicht möglich, exakt identische Niveaudefinitionen zu verwenden. Aus diesem Grunde sind die e-Kompetenzniveaus entsprechend der Ziele und Zielgruppen des e-CF definiert, jedoch immer in Beziehung mit dem EQF. Auf der Grundlage einiger methodischer Entscheidungen (s. Guidelines) einigten sich die e-CF Experten auf eine Struktur von 5 Niveaus, die zum EQF wie folgt in Beziehung stehen:

 e-Kompetenzniveau EQF Niveau
 5  8
 4  7
 3  6
 2  4 and 5
 1  3
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