• Slide 1

e-CF Grundsätze

Der European e-Competence Framework (e-CF) wurde als ein Instrument zur Unterstützung gegenseitigen Verständnisses geschaffen. Auf Grundlage einer gemeinsamen Sprache benennt und beschreibt er Kompetenzen, die von IKT-Professionals (Fach- wie Führungskräfte inkl. Business Manager) am Arbeitsplatz benötigt werden.

Um die Nutzer des European e-Competence Framework und Entwickler von e-CF basierten Anwendungen in ihrer Arbeit zu unterstützen, geben die folgenden Punkte einen Überblick über die zugrunde liegende e-CF Philosophie sowie die Leitgedanken, die während der Entwicklung und der Aktualisierungen des Rahmens zum Tragen kamen.

Die Grundprinzipien und Leitmotive

  • Der e-CF schafft Voraussetzungen: Er ist ein Werkzeug, um die Nutzer zu unterstützen, nicht um sie einzuschränken. Der e-CF stellt Struktur und Inhalte zur Verfügung, die von einer Vielzahl von unterschiedlichen Nutzern aus öffentlichen und privaten Organisationen, IKT- und IKT-Zulieferunternehmen, Bildungseinrichtungen, Hochschulen, privaten Anbietern von Zertifikaten, Sozialpartnern und Privatpersonen für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden können. Der e-CF wurde in dieses breite Anwendungsspektrum entwickelt, um ein gemeinsames Verständnis zu ermöglichen, er soll keine Vorschrift sein.
  • Der e-CF definiert Kompetenz im IKT-Umfeld so: „Kompetenz ist die erwiesene Fähigkeit, Wissen, Fertigkeiten und Verhaltensweisen so anzuwenden, dass beobachtbare Ergebnisse erzielt werden.” Dieses ganzheitliche Konzept ist arbeitsplatzorientiert und umfasst komplexes menschliches Verhalten, ausgedrückt als in die Kompetenzen eingebettete Einstellungen.
  • Kompetenz ist ein dauerhaftes Konzept. Auch wenn sich Technologie, Arbeitsplätze, Marketingsprache und Werbekonzepte im IKT-Umfeld schnell verändern, bleibt der e-CF beständig und benötigt nur etwa alle drei Jahre eine Überprüfung seiner Aktualität.
  • Eine Kompetenz kann ein Teil einer Arbeitsplatz- oder Aufgabenbeschreibung sein, sie ist aber kein Ersatz für ähnlich lautende Berufsbezeichnungen; zum Beispiel beinhaltet die Kompetenz D.7. „Sales Management” nicht die kompletten beruflichen Aufgaben eines „Sales Managers”. Kompetenzen können, je nach Anforderung, miteinander verbunden werden, um grundlegende Inhalte einer Berufsrolle oder eines Berufsprofils abzubilden. Dementsprechend kann eine Kompetenz einer Vielzahl unterschiedlicher Berufsprofile zugeordnet werden.
  • Kompetenz ist nicht mit Prozess- oder Technologiekonzepten zu verwechseln wie „Cloud Computing” oder „Big Data”. Diese Konzepte bezeichnen sich gerade entwickelnde Technologien. Im e-CF können sie Teil der Beispiele für Wissen und Fähigkeiten sein.
  • Der e-CF versucht weder, jede mögliche Kompetenz, die von IKT-Fach- und Führungskräften eingesetzt wird, abzubilden, noch sind die enthaltenen Kompetenzen ausschließlich für das IKT-Umfeld. Der e-CF verdeutlicht Kompetenzen, die mit beruflichen Aufgaben in der IKT-Branche verbunden sind, wobei einige auch in anderen Berufen zu finden sind, die jedoch für das IKT-Umfeld sehr wichtig sind, z.B. In C.4 „Problem Management” oder E.3 „Risk Management”. Jedoch vermeidet der e-CF, um den IKT-Fokus zu unterstützen, allgemeine Kompetenzen wie „Kommunikations- oder Betriebsleitung”, wobei diese brauchbaren Querschnitts-Kompetenzen in anderen Strukturen umfassend gegliedert sind. Die Aufnahme der ausgesuchten Kompetenzen in den e-CF ist nicht rein wissenschaftlich begründet. Im Entwicklungsprozess haben sich Vertreter aller Stakeholder vorrangig für die Aufnahme derjenigen Kompetenzen engagiert, die auf branchenspezifischem Wissen und entsprechenden Erfahrungen beruhen.
  • Der e-CF ist in vier Dimensionen gegliedert. e-Kompetenzen in den Dimensionen 1 und 2 werden aus einer Organisationsperspektive dargestellt, die sich von der individuellen, personenbezogenen Kompetenzperspektive unterscheidet. Dimension 3, die e-Kompetenz-Niveaus mit Bezug auf den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) definiert, ist eine Brücke zwischen organisatorischen und individuellen Kompetenzen.
  • Der e-CF hat eine sektorspezifische Verbindung zum EQR. Kompetenz-Niveaus im e-CF stehen im Einklang mit den Niveaus, die im EQR definiert sind. EQR Lernniveaus und e-CF Kompetenzniveaus wurden bei der e-CF Entwicklung systematisch in Bezug gesetzt, um eine konsistente Auslegung des EQR in der IKT-Arbeitsplatzumgebung zu ermöglichen.
  • Kontinuität des e-CF ist absolut notwendig; bei der Aktualisierung des Rahmens ist es wichtig, den Nutzern einfache Upgrade-Wege zur Verfügung zu stellen. e-CF-Anwender investieren beträchtliche Zeit und Ressourcen, um Prozesse und Abläufe in Bezug zum e-CF anzupassen. Organisationen sind damit bei ihren Folgeaktivitäten abhängig vom e-CF und müssen sicher sein, dass ihre Prozesse nachhaltig weiterlaufen. Updates des e-CF müssen diese Anforderungen gerecht werden und die Nutzung aller bestehenden e-CF Versionen solange unterstützen, bis die Nutzer entscheiden, dass die letzte Version für sie geeignet ist.
  • Der e-CF ist neutral und offen; er folgt nicht den spezifischen Interessen einiger, größerer Einflussgruppen. Er wurde entwickelt und wird unterstützt durch einen EU-weiten, konsensorientierten Verständigungsprozess mit vielen Stakeholdern unter dem Dach des Europäischen Komitees für Normung. Der e-CF spielt eine Schlüsselrolle in der Digitalen Agenda der Europäischen Kommission. Er ist entwickelt worden für jede Art von Organisation, die sich mit Personalplanung und Kompetenzentwicklung in der IKT-Branche beschäftigt.
eu-logos_3

Test it:

Create an e-CF Profile

Get it:

e-CF 3.0 download
EN 162341 sales points

close